Keyword-Recherche hat den Ruf, teuer zu sein. Die bekannten Tools kosten schnell hundert Euro im Monat, und für einen Betrieb mit fünfzehn Seiten lohnt sich das selten.
Das Gute: Die wertvollsten Hinweise sind kostenlos, du musst nur wissen, wo du hinschaust.
Vorab: Was ein gutes Keyword ausmacht
Nicht das mit dem meisten Suchvolumen gewinnt, sondern das mit der klarsten Absicht. Wer „Webdesign“ sucht, kann alles Mögliche wollen. Wer „Webdesigner Ingolstadt Preise“ sucht, steht kurz vor einer Anfrage.
Backlinko / Advanced Web Ranking CTR-Studie 2024.
Quelle 1: Deine eigenen Kunden
Der beste Keyword-Speicher sitzt in deinem Posteingang. Wie formulieren Leute ihre Anfrage? Welche Wörter benutzen sie für das, was du anbietest? Sehr oft ist es nicht der Fachbegriff, den du selbst verwendest.
Ein Handwerker schreibt „Wärmepumpe“, der Kunde sucht „Heizung tauschen Kosten“. Beides gehört auf die Seite, aber nur eines bringt die Besucher.
Quelle 2: Die Google-Suche selbst
Tipp deinen Hauptbegriff ins Suchfeld und schau dir die Vorschläge an. Das sind echte, häufige Suchanfragen. Scroll dann ganz nach unten zu „Ähnliche Suchanfragen“ und öffne den Block „Nutzer fragen auch“. Beides zusammen liefert dir in zehn Minuten mehr brauchbare Begriffe, als du auf deiner Seite unterbringen kannst.

Quelle 3: Die Search Console
Wenn deine Seite schon eine Weile online ist, zeigt dir der Leistungsbericht, mit welchen Begriffen du bereits angezeigt wirst. Besonders interessant: Suchanfragen mit vielen Impressionen und wenigen Klicks. Da wirst du gefunden, aber nicht geklickt, und meistens liegt es am Titel.
Quelle 4: Die Konkurrenz
Öffne die Seiten von drei Mitbewerbern, die vor dir stehen, und schau dir ihre Überschriften und Seitentitel an. Du musst nichts kopieren. Du siehst nur, für welche Begriffe sie gebaut haben, und wo eine Lücke bleibt.
Du weißt nicht, wonach deine Kunden suchen?
Wir machen die Recherche für deine Region und dein Gewerbe und zeigen dir, welche Seite auf welchen Begriff einzahlt.
Aus der Liste eine Struktur machen
Sortiere deine Begriffe in drei Töpfe:
- Kaufabsicht: Leistung plus Ort, Preisfragen, „in meiner Nähe“. Diese Begriffe gehören auf deine Leistungs- und Standortseiten.
- Informationsabsicht: „wie funktioniert“, „was kostet“, „lohnt sich“. Daraus werden Ratgeberbeiträge.
- Markensuche: dein Firmenname. Dafür musst du nichts tun, außer gefunden zu werden.
Eine Seite, ein Hauptbegriff. Wenn zwei Seiten auf dasselbe zielen, konkurrieren sie miteinander und beide verlieren.
Fazit
Für einen lokalen Betrieb reichen zwanzig gut gewählte Begriffe. Die findest du an einem Vormittag, ohne ein einziges Abo. Was danach zählt, ist, dass jede Seite ihren Begriff wirklich bedient und nicht nur erwähnt.
